I. Formale Bedingungen

Beide Elterntiere müssen im Zuchtbuch des Verbandes für Kleine Münsterländer Vorstehhunde e.V. oder in einem vom Verband für Kleine Münsterländer Vorstehhunde e.V. anerkannten Zuchtbuch des Auslandes eingetragen sein.
Sie müssen bei Zuchteinsatz mindestens 18 Monate alt sein.
Hündinnen dürfen bis zur Vollendung des achten Lebensjahres, Rüden bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres zur Zucht eingesetzt werden.
Eine Zuchthündin darf 2 Würfe in 24 Monaten bringen, insgesamt nicht mehr als 5 Würfe.
Deckrüden haben fünf Deckakte pro Jahr frei.

II. Jagdliche Bedingungen

a. Die Hunde müssen den Nachweis der jagdlichen Anlagen und Leistungen entweder durch Bestehen der VJP und HZP oder VJP und VGP oder durch Bestehen der HZP oder durch Bestehen der VGP (jeweils mit dem Fach: Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer) nachgewiesen haben

b. Sie müssen in allen Fällen eine bestandene Arbeit auf der Hasenspur nachweisen.

c. Sie müssen wesensfest sein.

d. Sie müssen laut sein (sichtlaut oder spurlaut)
Ausnahme: Falls der Hund nur die HZP oder VGP bestanden hat, gelten die Leistungszeichen Vbr oder AH als Ersatz für die fehlende Hasenspur.

Was ist Vbr?
Der Verlorenbringernachweis kann nur bei der Jagdausübung erbracht werden.
Der Hund muß die Wundspur eines beschossenen Hasen oder Fuchses, den er zuvor nicht eräugt hat, mindestens 300 m beobachtbar arbeiten und den Hasen oder Fuchs seinem Führrer zutragen.


Was ist AH (Armbruster-Haltabzeichen)?
Der Hund muss auf einer Verbandsprüfung bei der freien Suche im Feld an jedem Hasen gehorsam sein, den er eräugt. Dabei muß er mindestens einmal ca 20 m vom Führer entfernt sein.
Außerdem muß er bei der ersten dazu geeigneten Gelegenheit nach Außersichtkommen des Hasen auf dessen Spur eine Spurarbeit zeigen, die mindestens mit "GUT" bewertet wird.

III. Körperliche Voraussetzungen

a. Die Hunde müssen auf einer Zuchtschau des KlM-Verbandes oder seiner Untergliederungen im Alter von über 15 Monaten im Form- und Haarwert mindestens mit GUT bewertet werden.

b. Vor Zuchteinsatz muß der Nachweis erbracht werden, dass keine Hüftgelenksdysplasie leichten, mittleren oder schweren Grades vorliegt. In der Regel sollten die Hunde HD-Frei sein, jedoch kann ein Partner mit HD-Grenzfall bewertet werden. Anzustreben ist in der Zuchtwertschätzung im Wert HD das Zuchtergebnis 100 oder höher.

c. Die Hunde dürfen keine Erbkrankheiten haben.





























































1. Schulterhöhe





- Rüden 52-56 cm
- Hündinnen 50-54 cm
  (Meßtoleranz ± 2 cm)

2. Farbe - braun-weiss und braunschimmel;
- lohfarbene Abzeichen
  (Jungklaus´sche Abzeichen) sind   gestattet
3. Kopf - edel, trocken, flach bis leicht gewölbt
- nicht zu breiter Oberkopf mit kleinem Stopp
- der Kopfausdruck gehört zum Typ
4. Fang - kräftig, gerade, lang (min. 50% der Kopflänge)
- kurze, gut aufeinander liegende Lefzen
- Nasenschwamm braun (helle Flecken sind    fehlerhaft)
5. Behang - breit, hoch angesetzt, fest anliegend, nach    unten spitz zulaufend bis zum Lefzenrand
- kurzhaariger glatter Behang ist fehlerhaft
6. Augen - möglichst dunkelbraun
- Augenlider fest am Augapfel anliegend und die    Bindehaut bedeckend (Entropium/ Ektropium    sind ZA)
- vorstehendes Auge ist fehlerhaft
7. Rumpf - Brust: tief und geräumig, nicht tonnenförmig
- Hals: mittellang
- Nacken: muskulös und leicht geschwungen
- Rücken:  fest, mittellang mit fester Nierenpartie
- Leib: wenig aufgezogen
- Haut: straff anliegend
8. Haar - dicht, mittellang
- nicht bis wenig gewellt
- fest anliegend
9. Läufe - Vorderläufe gerade, befedert
- Hinterläufe gut gewinkelt, mit Hosen versehen

10. Pfoten - rund, gewölbt, geschlossen
- zuviel Behaarung ist unerwünsch
11. Rute - mittellang mit langer Fahne, gerade getragen
- im letzten Drittel darf sie leicht nach oben    gekrümmt sein
12. Gebiß - komplettes Scherengebiss
  (alle Zähne müssen sichtbar vorhanden sein)
13. Hoden - zwei normale, gut im Skrotum liegende Hoden

14. Gesamteindruck - bei viel Adel und Eleganz kräftig